Alkohol ist dein Sanitäter in der Not…. © by Luke Elljot

Das folgende habe ich in Stichpunkten damals in der Klinik geschrieben. War Teil der Therapie. Erst wollte ich es nicht veröffentlichen. Doch ich bin zu dem Schluss gekommen es hier auch noch einmal zu bloggen. Jetzt ist es zu einem Text zusammengefasst.

Rückblick – 2015

Ich habe über vieles geschrieben, wie sich die Dinge für mich darstellen. Noch lange nicht alles. Da kommt noch was!

Die meisten dieser Erkenntnisse, Visionen, wie auch immer, hatte ich bis jetzt hier, in dieser Psychoklinik. Beim lesen, dadurch das ich meine Gedanken in Worte fassen konnte, oder einfach so. Und sicher durch die Ruhe.

Auch wenn ich das Rad nicht neu erfinde. Hier habe ich viel Zeit zum Nachdenken, ausgelöst durch meinen Aufenthalt auf Station 1. Vielleicht auch wegen den Psychopharmaka. Es war eben einfach da!

Eine Frage war natürlich;

Warum habe ich so viel getrunken?“

Die Frage warum manche zum Alkoholiker werden und andere nicht, ist wissenschaftlich hinlänglich untersucht worden. Allerdings immer noch nicht wirklich geklärt. Es gibt genug Erklärungsmodelle, aber mehr nicht. Keine Gewissheit. Wie bei den meisten Themen in der Schulmedizin. Auch wenn es häufig anders dargestellt wird. Es ist in der Medizin, als ob jemand das erste mal aus einer Höhle, an die Oberfläche geklettert ist und anhand dessen was er jetzt gerade sieht versucht, die ganze Welt in all ihren Facetten zu erklären und zu verstehen.

Viele Menschen trinken, aber lange nicht alle werden Alkoholiker. Wobei die Maßstäbe nach denen man als Alkoholiker definiert ist, teilweise sehr sehr übertrieben sind, wie ich finde.

Alkoholismus fängt demnach schon dann an, wenn man ein oder zweimal im Monat auf eine Party oder Fest geht und sagt; auf einer Feier muss getrunken werden, sonst ist es kein Feier.

Und lange nicht jeder Alkoholiker zerstört sein Leben, aber viele aber eben doch.

Warum trinkt man denn dann?

Letztendlich kann diese Frage nur jeder für sich beantworten.

War es bei mir zu Anfang noch aus Spaß, Freude und Geselligkeit, kam später der Faktor auflockern, dann alles Scheißegal und schließlich Sorgen und Frust – Flucht – dazu. Irgendwann dann nur noch zur Betäubung. Oft auch um….. ja um sich „was Gutes“ zu tun. Um sich besser zu fühlen. Was irgendwann immer öfter in „sich betäuben“ ausatete. Dann Angst!

Am schlimmsten war die Zeit wo ich zwischen den Exzessen einfach nur noch geatmet habe.

Ich habe nicht mehr drüber nachgedacht, es war eben so. Für, oder gegen alles und bei jeder Gelegenheit – Alkohol. Ich habe drei Berufe erlernt und jede Menge Fortbildungen gemacht. Es hielt sich sehr lange Zeit in sofern wirklich in Grenzen.

Aber irgendwann eben nicht mehr. Ständig unter Druck, ständig Alkohol. Nicht das es immer bis zur Bewusstlosigkeit ging. Ganz im Gegenteil! Aber ständig und langsam zunehmend eben irgendwie doch.

Immer weiter-weiter-weiter– gass- gass- gass! Funktionieren.Weiter – Weiter – Weiter!!!!!

Bis es zu viel wurde

Ich werde jetzt nicht über „all die schlechten Dinge“ lamentieren. Denn Heute weiß ich dass mein Leben reich gesegnet war, und immer noch ist. Denn jeder der das jetzt ließt, und sich in welch auch immer möglichen Situation befindet muss anerkennen das es immer Gründe gibt sich an dem Guten im Leben zu erfreuen. Les alles nochmal durch und denke nach!

Es gibt IMMER etwas an dem man sich erfreuen kann! Und sei es an jedem einzelnen Atemzug!

Ganz allgemein gesprochen; Es gibt so viele Menschen, die nicht so komfortabel Leben wie wir hier in diesem Land, oder auf diesem Kontinent. Wir sehen es nur nicht mehr, nehmen es als selbstverständlich. So selbstverständlich, das wir oft glauben, es sei unser Recht, dieses Leben zu führen.

Aber es ist nicht selbstverständlich.

Alles um uns herum ist nicht selbstverständlich. Und es kann von einer auf die andere Sekunde verloren gehen!

Es gibt für den Menschen eben keine DIN-Norm! Auch wenn uns die Wissenschaft im allgemeinen, und die Schulmedizin im besonderen, etwas anderes weiß machen will.

Wobei die Schulmedizin die unwissenschaftlichste Wissenschaft von allen ist!

Genauso individuell wie jeder zu einem Alkoholiker werden kann, muss er den Weg wieder zurück finden. Seinen Weg!

Ich frage mich immer wieder: Was ist schlimmer – Es selber zu erkennen? Oder als solcher abgestempelt werden? Eine selbsterfüllende Prophezeiung?

Und dann gibt es ja die Menschen die mit ihrem Alkoholkonsum glücklich sind und auch Steinalt werden. Öfter als man denkt, Und warum auch nicht. Wenn man dabei glücklich ist und keinen Schaden anrichtet, warum nicht? Jeder soll doch sein Lebensmodell leben wie er will!!!

Aus zweierlei Gründen habe ich hier erkannt das ich es nicht mehr will…..

Ich habe Schaden angerichtet. In mir, und um mich herum. Denn ich habe so den unharmonischen Gedanken und Gefühlen freien Lauf gelassen. Bin so in einer Klinik gelandet. Zum Glück! Hätte ja auch sterben können!

Zum anderen weil ich erkannt habe, das es nicht mein Lebensmodell ist! Nie war!

Ohne den Schlaganfall und meinen Aufenthalt hier, hätte ich das nie erkannt!

Also habe ich es gelassen, und werde es lassen Punktum.

2018 – Und lasse es nach wie vor.

Aber wie gesagt, jeder nach seinem Willen. Wenn er/sie dabei glücklich ist? Und keinen Schaden anrichtet?

Mir persönlich ist im Zweifelsfall der Penner unter der Brücke tausend mal lieber, als der Bänker im Anzug und Mercedes der die Leute um ihr Geld betrügt, oder der Arzt der an seinen Patienten neue Medikamente testet, oder sie in den Tod therapiert. Oder der gesetzestreue Bürger, der Flüchtlingswohnheime anzündet. Oder der Flüchtling, der unsere Lebenskultur nicht respektiert und beispielsweise Frauen unsittlich belästigt.

Nicht die Dinge um uns herum sind schlecht, oder schlimm, sondern das was wir daraus machen.

2018

Ja, wieder kommt alles auf ein und denselben Punkt zurück.

Wir selber sind Ursache und Auslöser in unserem Leben. Im Guten, wie im Bösen.

Und warum? Weil wir mit unseren Gedanken erschaffen!

Aber irgendwann muss eine Entscheidung getroffen werden. Egal zu welchem Thema. Ansonsten dümpelt man nur rum.

Dann im Zweifellsfall lieber einmal richtig brennen, als niemals entflammt zu sein.

Die Gedanken, die ,ich am häufigsten denke, werden mir im Leben wieder begegnen.

Danke für die Aufmerksamkeit!

Alles Gute, Gesundheit, Frieden und Harmonie.

Luke Elljot

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Über Luke Elljot - Autor

Bei Beginn des Blogs 2015 war ich um jetzt genau zu sein 53. Ich möchte so über meine persönlichen guten Erfahrungen auf dem Gebiet der Gedankenkraft informieren. Inclusive den natürlichen Rückschlägen. Dazu habe ich auch ein Buch geschrieben: Lutz Jacobs, Gesundheit und Spiritualität. ISBN: 978-3 8442-3669-9 erhältlich beim epubli Verlag. http://www.epubli.de
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9 Antworten zu Alkohol ist dein Sanitäter in der Not…. © by Luke Elljot

  1. Vielen lieben Dank für diesen Blogeintrag und die wahren Worte mit ihren Gedanken. Alles Gute weiterhin.
    Liebe Grüsse

    Gefällt 1 Person

  2. Mias Anker ⚓️ schreibt:

    Dein ehrlicher Beitrag hat mich gerade sehr beeindruckt. Du schreibst sehr reflektiert über deinen ehemaligen Zustand und seine Hintergedanken. Alkohol ist in unserer Gesellschaft ein schwieriges Thema – obwohl der Konsum auf allen Festlichkeiten anerkannt ist, verurteilt man jene, die es zu viel tun. Alkohol gibt es seit Menschengedenken und wird es auch immer geben. Ich selbst komme ohne auch sehr gut klar und freue mich, dass es dir trotz seines Verzichtes auch besser geht! Liebe Grüße!

    Gefällt 2 Personen

  3. relaxedlive schreibt:

    Danke für den ehrlichen Beitrag, Lutz.
    Ich habe mal gelesen, dass JEDE SUCHT eine KOMPENSATION ist, egal ob Alkohol, Zigaretten, Internet oder auch zu viel Sport.
    Es gilt zu hinterfragen: „Was FEHLT mir eigentlich? Warum die FLUCHT in eine Sucht? Welche Konflikte gibt es? Was muss ich VERÄNDERN und wie kann ich es VERÄNDERN?“….das ist wohl ein erster wichtiger Schritt um die Sucht zu minimieren oder ganz los zu werden.
    Letztendlich ist SUCHT ja immer eine Form der SELBSTZERSTÖRUNG.
    JEDES LEBEN ist WERTVOLL und hat einen SINN. JEDES!!
    Das LEBEN ist ein GESCHENK!

    Gefällt 1 Person

    • Ja. Das Leben ist ein Geschenk. Aber das jede Sucht zerstörend wirkt und etwas mit Kompensation oder Flucht zu tun haben muss, das glaube ich nicht.
      Da stellt sich die Frage ob leben wollen….. unbeding…… dann nicht auch eine Sucht ist?
      Das alles ist so vielschichtig. Diese Frage muss jeder für sich beantworten. Autonom und ohne irgendwelche Schablonen. Grüßle

      Gefällt 1 Person

  4. Playimmersive schreibt:

    Hallo, ich finde es interessant deinen Ausführungen zu folgen und ich kann dir in vielen Fällen nur zustimmen. Auch andere Süchte sind mit deiner Erfahrung zu vergleichen. Besonders dankbar bin ich für den offenen Einblick in dein empfinden des warums.

    Gefällt 1 Person

  5. Ja, das Leben hat eben keine Skala. Keine Leitlinie. Danke Luke

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