Die Vögel des Kummers und der Sorge # 19 © by Luke Elljot

Dezember 2016

Dieses kleine Vorwort werde ich hier vor jeden Artikel dieser Serie stellen. Wer regelmäßig mitliest, sehe bitte darüber hinweg. Wenn jemand neu einsteigt, weiß jeder so sofort worum es geht.

Ein früherer Bekannter und Berufskollege hat mir seine Tagebücher (ca. 200 großzügig handschriftlich beschriebene A4 Seiten) mit der Bitte sie zu überarbeiten zugeschickt. Auch er ist mit seinem Betrieb pleite gegangen. und ich soll eine runde Geschichte daraus zu machen. Ich fand die Idee toll. Also werde ich Seite für Seite, Satz für Satz überschreiben, ihm zuschicken, und bei Gefallen in meinem Blog veröffentlichen. Um ihn zu schützen nenne ich ihn Hans Schuld. Seine Geschichte ist alltäglich. Und trotzdem ist es für ihn ein Teil seiner Geschichte! Alles was jetzt hier folgt, ist Hans Schuld. Es sind die Tagebücher von Hans und ich halte mich an diese. Wer diese Geschichte mit liest, sollte es von Anfang an tun. Das ist besser für das Verständnis.

Alle Personen und Orte in dieser Geschichte sind so verändert, dass sie keiner echten, tatsächlich lebenden Person oder den Orten mehr ähneln können. Ähnlichkeiten sind unbeabsichtigt und rein zufällig. Welche Meinung man auch immer dazu hat, es ist für ihn damals so gewesen.

Manchmal wenn ich diese Tagebücher von Hans lese, finde ich das mein Leben überhaupt nicht mehr so einmalig ist. Vielleicht sind wir alle in unserer Individualität bei weitem nicht so individuell wie wir es glauben. Beziehungsweise nicht mehr, oder immer weniger. Was wie ich denke gewollt ist.

Ein Beispiel:

Kann einer noch eines dieser modernen Autos auseinanderhalten? Von der Seite? Ich fast überhaupt nicht mehr. Von hinten, oder vorne? Wenn ich nah genug dran bin.

Sie aus als ob alle das gleiche Einheitsding fahren.Und so geht es in vielen anderen Bereichen unseres Lebens weiter.

19

Aber noch lief alles. Seine Mitarbeiter fingen diese Ausfälle auf und er fing sich langsam selber auch wieder. Reduzierte die allabentlichen Ausflüge und Feierei.

Der Betrieb lief. Dann traten die beiden Vorbesitzer, ein älteres Ehepaar, mit einem Anliegen an ihn heran.

Ihnen gehörte das Haus. Unten die Praxis, oben eine schöne vermietete 120qm Wohnung. Sie boten ihm dieses Haus zum Kauf an. So könnte er seine Miete für sich sparen und statt dessen zusammen mit den Mieteinnahmen aus der Wohnung, ein Haus kaufen. Sein Bekannter, der ja auch sein Finanzberater war, war von dieser Idee begeistert. Ein perfektes Steuersparmodell. Der Preis war in Ordnung, Hans euphorisch. Jetzt war er ein echter Unternehmer.

Die beiden älteren Herrschaften waren so etwas wie seine Ersatzgroßeltern. Der Mann so etwas wie sein Mentor. Er vertraute ihnen ohne jede Einschränkung. Er kannte ja das Gebäude, beauftragte also keinen Gutachter oder so etwas. Hätte ja auch nur zusätzliches Geld gekostet.

Mit erst 28 sah er sich am Ziel. Nach nur 5 Jahren. Von den Banken, dem Steuerberater und den Versicherungsvertretern wurde er hofiert. Auch die Vorbesitzer hielten riesengroße Stücke auf ihn. Mächtig von sich überzeugt und eingenommen ging er durch die Stadt. Abends, wenn er mit den anderen zusammensaß, hielt er große Reden über das Unternehmertum. Als er eines Tages merkte, das die Neuanmeldungen in seiner Praxis zurückgingen, was er mit der herbstlichen Jahreszeit erklärte.

Eine gute Freundin sprach ihn auf seine doppelte Tätigkeit an und das es nicht gut ankam, das er während den Behandlungen fast schon Verkaufsgespräche führte.

Was Hans sich natürlich absolut verbat. Denn er wusste ja was er tat.

Dann kam ein Brief von einem Architekten. Die Vorbesitzer hatten ihm verschwiegen, das größere Instandhaltungsmaßnahmen anstanden. Diese mussten umgehend durchgeführt werden, da sonst die Bausubstanz geschädigt würde. Was natürlich auch auf seine Praxis Auswirkungen haben würde.

Im schlimmsten Fall müsste er sie schließen. Außerdem klagte der Sohn gegen den Verkauf über den er nicht informiert war, da er viel Geld in das Gebäude investierte, das er wiederhaben wollte. Dazu kamen Unstimmigkeiten im Grundbuchauszug.

Hans, vollkommen kopflos, wusste nicht was er machen sollte und ging zu seinem Bekannten, der sich um alles kümmern wollte.

Heute weiß Hans das ein Rechtsanwalt, sicher die bessere Wahl gewesen wäre.

Diese gesamten Umstände verunsicherten den Mieter so sehr, das er seine Wohnung fristgerecht Kündigte und auszog. Nun wollte wiederum die Bank wissen, woher diese Mieteinnamen denn kommen sollten. Ein neuer Mieter war auch noch nicht in Sicht. Und durch seine Lebensweise, gab es keine großartigen Rücklagen. Was durch seine rückläufigen Umsätze, noch verschlimmert wurde.

Der Ton wurde rauer. Und die Vorbesitzer, die für Klarheit hätten sorgen können, waren unauffindbar.

Damals gab es diese moderne Technik wie heute noch nicht. Es war doch etwas komplizierter. Gerade erst erschienen die ersten Mobiltelefone auf dem Markt.

Daß die Vögel des Kummers und der Sorge

über unseren Häuptern fliegen,

können wir nicht verhindern.

Aber daß sie Nester in unseren Haaren bauen,

das können wir verhindern.

chin. Weisheit

Danke für die Aufmerksamkeit!

Alles Gute, Gesundheit, Frieden und Harmonie.

Luke Elljot

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Über Luke Elljot - Autor

Bei Beginn des Blogs 2015 war ich um jetzt genau zu sein 53. Ich möchte so über meine persönlichen guten Erfahrungen auf dem Gebiet der Gedankenkraft informieren. Inclusive den natürlichen Rückschlägen. Dazu habe ich auch ein Buch geschrieben: Lutz Jacobs, Gesundheit und Spiritualität. ISBN: 978-3 8442-3669-9 erhältlich beim epubli Verlag. http://www.epubli.de
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4 Antworten zu Die Vögel des Kummers und der Sorge # 19 © by Luke Elljot

  1. relaxedlive schreibt:

    Übrigens – ich bin überzeugt, dass es auch die Vögel des Glücks und der Freude gibt die über unseren Häuptern fliegen …

    Gefällt 1 Person

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