Die Vögel des Kummers und der Sorge # 18 © by Luke Elljot

Dezember 2016

Dieses kleine Vorwort werde ich hier vor jeden Artikel dieser Serie stellen. Wer regelmäßig mitliest, sehe bitte darüber hinweg. Wenn jemand neu einsteigt, weiß jeder so sofort worum es geht.

Ein früherer Bekannter und Berufskollege hat mir seine Tagebücher (ca. 200 großzügig handschriftlich beschriebene A4 Seiten ) mit der Bitte sie zu überarbeiten zugeschickt. Auch er ist mit seinem Betrieb pleite gegangen. und ich soll eine runde Geschichte daraus zu machen. Ich fand die Idee toll. Also werde ich Seite für Seite, Satz für Satz überschreiben, ihm zuschicken, und bei Gefallen in meinem Blog veröffentlichen. Um ihn zu schützen nenne ich ihn Hans Schuld. Seine Geschichte ist alltäglich. Und trotzdem ist es für ihn ein Teil seiner Geschichte! Alles was jetzt hier folgt, ist Hans Schuld. Es sind die Tagebücher von Hans und ich halte mich an diese. Wer diese Geschichte mit liest, sollte es von Anfang an tun. Das ist besser für das Verständnis.

Alle Personen und Orte in dieser Geschichte sind so verändert, dass sie keiner echten, tatsächlich lebenden Person oder den Orten mehr ähneln können. Ähnlichkeiten sind unbeabsichtigt und rein zufällig. Welche Meinung man auch immer dazu hat, es ist für ihn damals so gewesen.

18

Luke:

Manchmal wenn ich diese Tagebücher von Hans lese, finde das mein Leben überhaupt nicht mehr so einmalig ist. Vielleicht sind wir alle in unserer Individualität bei weitem nicht so individuell wie wir es glauben. Beziehungsweise nicht mehr, oder immer weniger. Was wie ich denke gewollt ist.

Kann einer noch eines dieser modernen Autos auseinanderhalten? Von der Seite? Ich fast überhaupt nicht mehr. Von hinten, oder vorne? Wenn ich nah genug dran bin.

Sieht aus als ob alle das gleiche Einheitsding fahren.Und so geht es in vielen anderen Bereichen unseres Lebens genauso weiter.

Er hatte also wirklich Erfolg mit seinen „Empfehlungen“. Schränkte seine Praxiszeiten zunehmend ein. Er lies seine Angestellten immer öfter alleine arbeiten, und widmete sich dieser neuen Aufgabe immer mehr. Wollte auch so schöne Anzüge tragen. Wollte sich nicht mehr an den Rücken anderer Leute abarbeiten, für ein paar Pfennige. Hans stieg in einen „Strukturvertrieb mit ein, wie man das damals nannte. Baute seine eigene Struktur auf. Schon kamen die ersten Zweifel. Er zweifelte ob es richtig wäre seine Praxis zu vernachlässigen. Zweifelte daran ob es richtig ist, all die harte Arbeit, einfach über Bord zu werfen. Doch sein Bekannter überredete ihn immer wieder weiter zu machen. Die Angestellten in „seiner“ Praxis könnten das auch ohne ihn. Sie hätten doch alle auch ein Staatsexamen und müssten nicht ständig beaufsichtigt werden So könne er zweigleisig fahren. Gut die Umsätze in der Praxis ließen nach, doch das könnte er doch mit seiner Struktur ausgleichen.

Das wäre doch super!

Schließlich kam was kommen musste. Es begann damit, das er seine Freundin verließ. Doch sie war es die ihm immer Sicherheit gab. Sein Fels in der Brandung. Die für ihn da war, ihm zuhörte und Sicherheit gab.

Jetzt saß er alleine in seiner neu angemieteten Zweizimmer Wohnung, wenn er nach einem harten Tag aus Praxis und Kundengesprächen nach hause kam. Hatte teure Anzüge an und wusste nicht wohin. Also ging er raus. Jeden Abend. In seine Stammkneipe, ein Bistro, die Disco, wohin auch immer. Und es waren meist teure Abende. Späte Abende. Morgens viel das aufstehen oft schwer. Manchmal zu schwer. Die Arbeit in seiner Praxis litt. Kunden blieben aus. Aber Hans fand es, wie man damals so schön sagte, geil!

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Über Luke Elljot - Autor

Bei Beginn des Blogs 2015 war ich um jetzt genau zu sein 53. Ich möchte so über meine persönlichen guten Erfahrungen auf dem Gebiet der Gedankenkraft informieren. Inclusive den natürlichen Rückschlägen. Dazu habe ich auch ein Buch geschrieben: Lutz Jacobs, Gesundheit und Spiritualität. ISBN: 978-3 8442-3669-9 erhältlich beim epubli Verlag. http://www.epubli.de
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