Gabriel 18- Die Reise geht weiter 2 © by Luke Elljot

Er schnippte mit dem Finger und ich saß wieder auf meinem Stuhl in der Küche, Gabriel mir gegenüber, Er sah mich lächelnd an und sagte „alles klar bei dir?“

Äh ich weiß nicht so recht.“ musste mich erst einmal sammeln.

Ich stand auf und ging durch die Küche. Sah mir alles an und fasste auch alle möglichen Sachen an. Einfach um zu sehen ob es wirklich war. Gabriel beobachtete mich die ganze Zeit über ganz genau.

Stefan?“

Ich war immer noch nicht in der Lage zu reagieren. Ging nur hin und her und versuchte das eben erlebte in das jetzt ein zu arbeiten.

Stefan!! Ist alles in Ordnung?“

Ja……. ja alles klar. Alles klar! Ich hatte nur einen, na ja etwas merkwürdigen Traum. Eine Frage nur, Ich war die ganze Zeit hier, bin nicht rausgegangen oder so?“

Nein. Du warst hier, die ganze Zeit.“ er sagte dies mit einem merkwürdigen Unterton . „Aber ansonsten ist alles ok?“ fragte er mich jetzt ehrlich besorgt.

Immer noch konsterniert setzte ich mich wieder.

Wo waren wir noch stehen geblieben? Du bist also der Erzengel Gabriel der hier sozusagen gestrandet ist, und du musst wieder zurück in deine Welt oder so? Habe ich etwas vergessen?“

Nein, nein das ist kurz gefasst das Problem. Sagt zumindest Samuel.“

Sagt Samuel. Du nimmst nicht zufällig irgendwelche Drogen oder so?“

Nein, nicht das ich wüsste.“

Oder hast mir welche eingeflößt?“

Stefan was soll das, was ist los? Das ist beleidigend!“

Und wo ist Deine kleine Handpuppe?“

Was für eine Puppe?“

Na dieser kleine dicke fliegende Wicht.“

Ohoh, lass ihn das nicht hören, Wicht mag er überhaupt nicht und vor allem klein und dick hört er nicht gerne.“

Gabriel jetzt mal ehrlich, Ich habe keinen Bock mehr auf diesen Scheiß! Was ist hier los?“

Ja, das frage ich mich auch gerade.“ antwortete er.

Hat er sich das ausgedacht?Und wo ist er?“

Ich weiß es nicht. Er ist vorhin verschwunden und bis jetzt nicht wieder aufgetaucht. Aber was ist den los?“

Ich war doch gerade ohnmächtig oder?“

Ja einen kurzen Moment. Ist vielleicht alles etwas viel für dich im Moment.“

Ich war in dieser Zeit an einem Ort.“

An einem Ort! Wo warst du denn?“

Ich weiß es nicht. Ich dachte du kannst mir das sagen. Seit dem ich dich getroffen habe passieren so merkwürdige Dinge. Kleine dicke Männchen die durch die Luft fliegen, plötzliche Aufenthalte an einem fremden Ort. Was ist hier los, ich verstehe es nicht?“

Stefan, was ist los?“

Sicher. Wir könnten uns noch eine ganze Zeit gegenseitig fragen was los ist. Aber das brächte uns auch nicht weiter. Ich entschloss mich zu einem Strategiewechsel.

Ich sah in lange an. Sah ihm in die Augen. Dann erzählte ich ihm alles was ich erlebt hatte. Bis zu der Stelle mit diesem Kerl im schwarzen Anzug als Gabriel mich unterbrach.

Wie sah dieser Kerl aus?“

Schwarze Klamotten, blasses Gesicht, Irgendwie finster und fies.“

Mit einem leisen plopp tauchte plötzlich Samuel neben mir auf. Der kleine dickliche Engel saß plötzlich auf der Stuhllehne und grinste mich an. Vor zwei Tagen hätte ich mich noch mega erschrocken. Wäre vor Schreck wahrscheinlich vom Stuhl gefallen. Jetzt war es schon fast normal.

Na jetzt können wir sehen aus welchem Holz du geschnitzt bist.“

Samuel, halte dich zurück. Aber etwas anderes Stefan, hat dieser Mann der plötzlich erschienen ist, hat er seinen Namen gesagt?“

Ich dachte einen Moment nach, denn als ich an diesem …Ort… war, hatte ich andere Probleme als mir anderer Leute Namen zu merken, also versuchte ich mich zu erinnern.

Jaaa, ich glaube er hat seinen Namen genannt. Warte mal irgend was wie. Moment mal. Also kennt ihr diesen Ort und diesen Typen? Ihr wisst wo ich war, dann war das alles doch kein Traum?“

Samuel und Gabriel sahen sich vielsagend an. Dann, nachdem Samuel einen ordentlichen Schluck aus der Honigflasche genommen hatte, sagte er.

Also ich weiß nicht wie du es geschafft hast dorthin zu kommen, aber ja, wir kennen diesen Platz, oder Ort, egal wie man es nennt. Er befindet sich zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. Es ist ein Platz an dem das Universum ruht. Dort gibt nur sein, kein Gut oder Böse, keine Zeit, oder sonst etwas.“

Und warum war ich an diesem „Ort“, und was viel wichtiger ist wie bin ich dorthin gekommen?“

Also Stefan dazu kann ich dir folgendes sagen. Ich habe keine Ahnung.“

Toll. Wisst ihr was? Ich glaube ihr wollt mich verarschen. Also, was habt ihr mir in den Tee getan?“

Gabriel stand auf kam um den Tisch, legte seine Hand auf meine Schulter und sagte.

Nichts, Stefan, wir haben dir nichts in den Tee getan. Es ist genau so wie es Samuel gesagt hat. Und um ehrlich zu sein wundert es mich nicht das du diesen Ort gefunden hast. Es scheint deine Bestimmung zu sein zu sehen und zu erfahren was andere nicht sehen und erfahren.“

Na das wäre ja mal was neues. Bis jetzt galt ich überall als Versager und so. Einer der nirgendwo dazugehört und der nie den Ansprüchen genügt. Das an mir etwas besonderes sein soll, kann ich fast nicht glauben.“

Es ist aber so!“ sagte Samuel. „Seinen Namen, kannst du dich an seinen Namen erinnern?

Ja warte, es war etwas wie Lou Meyer, oder so.“

Erwartungsvoll sah ich die beiden an. Sie tauschten wieder vielsagende Blicke aus, Dann sagte Samuel. zu Gabriel, Louiz Mephis.“

Ja. Ja genau das war sein Name, kennt ihr ihn?“ Längst hatte ich mir abgewöhnt über alles nachzudenken. Ich nahm es wie es kam.

Ja wir kennen ihn.“ Antworte Samuel. „und das er dort aufgetaucht ist, ist nicht gut. Glücklicherweise muss er sich an die Gesetze halten, denn nichts steht über den Gesetzen.“

Was für Gesetze?“ Wollte ich wissen .

Die Gesetze eben! Alles hier unterliegt diesen Gesetzen. Und das ist gleichzeitig unsere einzige Chance.

Chance wofür?“

Wir müssen Gabriel dabei helfen sich selbst wiederzufinden und diesem Louiz Mephis so lange zu entkommen. Dann ist alles OK“

Mehr nicht.“

Mehr nicht!“

Und das ist nicht gefährlich oder so, Sam?“

„Naaaaiiiin! Überhaupt nicht! Eigentlich ist es eher wie eine Schnipseljagd, oder wie ihr das nennt!“

Und du weist wie man diesem ….diesem…..“

Louiz Mephis.“

Genau. Du weist wie man ihm entkommt?“ „Jepp“

Ich will nicht verhehlen das ich keine Ahnung habe wovon du redest, geschweige denn worum es hier geht, aber da mein Leben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in einer endlos langweiligen, monotonen Abfolge von sinnlosen Tätigkeiten verlaufen und enden wird, sage ich: Ich bin dabei! So habe ich wenigstens etwas an das ich immer zurückdenken kann.“

Bist du dir sicher Stefan? Wollte Gabriel wissen. „Noch kannst du dich raus halten. Wir gehen, und du hast deine Ruhe.“

Das mag sein, aber dann könnte ich mir auch nie wieder ins Gesicht sehen. Aber was müssen wir den tun? Gehen wir in eine Kirche und beten oder so, oder in die Bibliothek?“

Hab ich alles schon versucht, geht nicht!“ sagte Samuel“

Und was dann?“

Es liegt in ihm, Er muss sich erinnern, und wir müssen ihm helfen dies zu erreichen. Und ich bin für jede Idee offen,“

Aber wer ist Gabriel? Ich meine wer ist er wirklich?“

Samuel sah mich an und holte tief Luft.

Der jüdischen Auffassung nach ist er der Vorsteher der Cherubim und Seraphim, der Erzengel.

Oder Mohammed, der den, muslimischer Überlieferung zufolge, den Erzengel Gabriel empfangen hat und damit zum Begründer einer neuen Weltreligion wurde. Und der Koran ist das offenbarte Wort Gottes, welches ihm, Mohammed, durch den Erzengel Gabriel übermittelt wurde.“

Samuel machte einen Moment Pause, dann fuhr er fort.

Und so geschah es im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt von Galiäa, mit Namen Nazareth gesandt, zu einer Jungfrau, die einem Mann namens Josef, aus dem Haus Davids, verlobt war, und der Name der Jungfrau war Maria. Und er kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, Begnadete. Der Herr ist mit dir. Sie aber wurde bestürzt über dieses Wort und überlegte, was das für ein Gruß sei. Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! denn du hast Gnade bei Gott gefunden. Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Und er wird über das Haus Jakobs herrschen in Ewigkeit und seines Königreichs wird kein Ende sein.“

DAS ist Gabriel!“

Ich sah von einem zum anderen. Im Hintergrund tickte die Uhr. Gabriel betrachtete irgend ein Muster in der Tapete. Dann sagte ich stockend zu Samuel

„Du glaubst unser Gabriel ist dieser?“

Samuel schüttelte den Kopf. „Nein ich glaube es nicht. In diesem Fall weiß ich das er es ist.“

„Und er selbst?“

„Kann sich an nichts erinnern.

„Oooh man.“

Danke für die Aufmerksamkeit! © by Luke Elljot

Alles Gute, Gesundheit, Frieden und Harmonie.

Luke Elljot

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Über Luke Elljot - Autor

Bei Beginn des Blogs 2015 war ich um jetzt genau zu sein 53. Ich möchte so über meine persönlichen guten Erfahrungen auf dem Gebiet der Gedankenkraft informieren. Inclusive den natürlichen Rückschlägen. Dazu habe ich auch ein Buch geschrieben: Lutz Jacobs, Gesundheit und Spiritualität. ISBN: 978-3 8442-3669-9 erhältlich beim epubli Verlag. http://www.epubli.de
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