Selbstzweifel © by Luke Elljot

Natürlich ist es wichtig sich Gedanken zu machen.

Doch wem nutzt letztendlich chronischer Selbstzweifel? In der heutigen Zeit rennen viele von einem „Fachmann“ zum nächsten, auf der Suche nach der eigenen inneren Perfektion. Und stellen immer und immer wieder fest, das sie diese nicht finden. Was sie immer tiefer in ihre Selbstzweifel hineintreibt.

Ich persönlich glaube das es diese Form der Perfektion die da oft gesucht wird einfach nicht gibt!

Ich habe gerade in einem Buch einen Satz dazu gelesen.

Sich im Schmutz zu wälzen ist ist nicht die beste Methode rein zu werden.“

Ethik und Moral unterliegen ja schon immer auch dem Zeitgeist. Was noch vor 100 Jahren undenkbar gewesen wäre ist heute vielleicht vollkommen normal. Oder umgekehrt.

Wenn ich also in meinem Tun einen Fehl habe. Andere Verletzt, oder mich sonst irgendwie daneben benommen habe. Oder eine falsche Entscheidung getroffen. Was soll ich dann tun? Mich jedes mal wenn in meinem weiter voranschreitenden Leben neue Entscheidungen zu treffen sind daran erinnern? (Im übertragenen Sinn im Dreck wälzen) Und es dann „besser“ machen. Auch wenn ich nicht weiß was diese dann in Zukunft auslösen.

Oder einfach meinen Fehler lokalisieren, erörtern und ihn in Zukunft vermeiden. Nachdem ich ihn erkannt für mich gelöst, aufgelöst habe. Weg damit.

Ich tendiere zu letzterem. Sich seiner Schwächen durchaus bewusst zu sein ist eines. Sich immer wieder daran zu erinnern und aus dieser Vergangenheit zu leben, etwas anderes.

Sich im Schmutz zu wälzen ist ist nicht die beste Methode rein zu werden.“

Denn nicht nur Moral und Ethik im allgemeinen verändern sich mit der Zeit. Auch ich habe mich verändert. Der zwanzig jährige der ich einst war, und dessen Hinterlassenschaften ich zum Teil heute noch aufarbeite, ist nicht der, der ich heute bin. Natürlich kann ich heute bestimmtes Fehlverhalten von damals vermeiden. Gut. Dafür begehe ich heute andere Fehler.

Vor allem hatte dieser zwanzig jährige einige Vorteile und konnte Dinge besser, als der, der ich heute bin. Deswegen will ich dieses chronische Selbstzweifeln so weit als möglich auch vermeiden.

Auch wenn wir alle von allen Seiten ständig dahingehend manipuliert werden, uns unserer Unvollkommenheit bewusst zu werden. Und diese durch allerlei Äußerlichkeiten auszugleichen. Und uns so eine kleiner Perfekte Welt zu erschaffen. Mit dem perfekten Urlaub. Dem perfekten Partner, Kindern, Haus, Job, Auto, Kredit, Ernährung, Figur und, und, und! Zumindest in deren Sinne Perfekt, die uns dahingehend manipulieren diese Welt zu erschaffen. Wem also nutzt unser chronischer Selbstzweifel.

Wobei sich natürlich nur die angesprochen fühlen sollten, die tatsächlich an sich zweifeln.

Ich selber kann von mir sagen das meine Zweifel immer weniger werden. Auch wenn ich vermute das ein gewisses Maß an Zweifel vollkommen natürlich ist und uns dient bessere Menschen zu werden, Wobei jeder den Begriff besser für sich definieren möchte.

Ich möchte sicher noch betonen das es nicht egal ist was wir, oder ich tun oder getan habe. Unrecht bleibt unrecht und soll vermieden werden.

Die moderne Ökonomie, nach der jeder an sich denkt damit an jeden gedacht ist, beispielsweise ist Unrecht. Zumindest meiner Auffassung nach. Und stelle ich fest das ich mich unrecht Verhalten habe, entschuldige ich mich und versuche es beim nächsten mal zu vermeiden. Aber was unrecht ist, muss letztendlich jeder für sich selber entscheiden. Auch diese heute weit verbreitete unangenehme Angewohnheit seine eigenen Wertvorstellungen über jeden anderen zu missionieren ist meiner Meinung nach unrecht.

Es sollte viel öfter damit begonnen werden andere zu akzeptieren wie sie sind und so anzunehmen. Mein Vater hat früher immer gesagt, das man Neid und Missgunst schnell und jederzeit bekommen kann. Respekt muss man sich hingegen verdienen. Den bekommt nur der, der sich Respektabel verhält. Und nichts bekommt man so schnell und vor allem umsonst, wie die Meinung anderer Leute. Warum ich das was mein Vater immer sagte, jetzt aufgeschrieben habe kann ich nicht sagen. Es schoss mir so gerade durch den Kopf und jetzt steht es hier.

Also ihr lieben Weggefährten. Gehabt Euch wohl.

 

Die Gedanken, die ,ich am häufigsten denke, werden mir im Leben wiederbegegnen. Und mich bis an mein Lebensende begleiten.

Danke für die Aufmerksamkeit!

Alles Gute, Gesundheit, Frieden und Harmonie.

Luke Elljot

 

 

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Über Luke Elljot - Autor

Bei Beginn des Blogs 2015 war ich um jetzt genau zu sein 53. Ich möchte so über meine persönlichen guten Erfahrungen auf dem Gebiet der Gedankenkraft informieren. Inclusive den natürlichen Rückschlägen. Dazu habe ich auch ein Buch geschrieben: Lutz Jacobs, Gesundheit und Spiritualität. ISBN: 978-3 8442-3669-9 erhältlich beim epubli Verlag. http://www.epubli.de
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13 Antworten zu Selbstzweifel © by Luke Elljot

  1. gartenkuss schreibt:

    Gute Worte 💙. Alles ist – wie es ist. Ich wünsche dir einen zweifelsfrei wunderbaren Sonntag 🍀. LG von gartenkuss 🙋🌸🌼🌻

    Gefällt 1 Person

  2. relaxedlive schreibt:

    Hallo ihr Lieben,

    Ich habe vor kurzem ein Buch rezensiert wo es um SELBSTMITGEFÜHL geht – nachfolgend der link …
    https://relaxed.live/2017/07/15/buchvorstellung-sei-nicht-so-hart-zu-dir-selbst/

    Es ist da ein interessantes Phänomen beschrieben. So mies wie man sich manchmal selbst behandelt – dazu gehören auch die Selbstzweifel (Du sollst, Du musst, Du darfst nicht, was sagen da die anderen uvm.) – so würde man andere Menschen nie behandeln.
    Das sollte uns eigentlich zu denken geben.

    Über fünfzig Bücher zu allen möglichen Lebensthemen habe ich in den vergangenen 18-24 Monaten gelesen – auch bereits den 1. Teil des sehr lehrreichen und interessanten Buchs von einem sehr intelligenten, sensiblen, hilfsbereiten und sehr menschlichen LUKE Elljot – ich freue mich schon auf den 2. Teil.

    Mittlerweile bin ich auch im fünften Lebensjahrzehnt angelangt und mir wird bewusst, dass da noch viel MEHR ist und sein muss – geistig, intellektuell und spirituell.
    Es ist unsere Aufgabe das ganze Leben zu LERNEN – wenn wir aufhören zu lernen dann hören wir auch auf zu LEBEN…

    Das LEBEN ist ein GESCHENK – viele packen dieses Geschenk aber NIE aus.
    Das gleichnamige Buch von Zen Meister Hinnerk Polenski, der seit etwa 40 Jahren ZEN praktiziert, habe ich ebenfalls gelesen und rezensiert…
    https://relaxed.live/2017/06/04/buchvorstellung-das-leben-ist-ein-geschenk/

    Schönen Sonntag.
    Chris

    Gefällt 1 Person

  3. relaxedlive schreibt:

    Beim Publizieren meines Kommentars ist anscheinend was schiefgegangen – hatte gut 25 Zeilen geschrieben …

    Gefällt 1 Person

  4. relaxedlive schreibt:

    Oh – direkt auf der Seite hier bei Luke wird mein ausführlicher Kommentar eh angezeigt.
    Eigenartigerweise wird dieser lange Kommentar nicht angezeigt wenn ich Luke´s Beitrag über den wordpress-Reader lese (der kurze von 13:06) aber schon …
    Naja – man muss nicht alles verstehen …lg

    Gefällt 1 Person

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