Die Vögel des Kummers und der Sorge # 12 © by Luke Elljot

Mein 300 Artikel!

Dezember 2016

Dieses kleine Vorwort werde ich hier vor jeden Artikel dieser Serie stellen. Wer regelmäßig mitliest, sehe bitte darüber hinweg. Wenn jemand neu einsteigt, weiß jeder so sofort worum es geht.

Ein früherer Bekannter und Berufskollege hat mir seine Tagebücher (ca. 200 A4 Seiten) mit der Bitte sie zu überarbeiten zugeschickt. Auch er ist mit seinem Betrieb pleite gegangen. und ich soll eine runde Geschichte daraus zu machen. Ich fand die Idee toll. Also werde ich Seite für Seite, Satz für Satz überschreiben, ihm zuschicken, und bei gefallen in meinem Blog veröffentlichen. Um ihn zu schützen nenne ich ihn Hans Schuld. Seine Geschichte ist alltäglich. Und trotzdem ist es für ihn ein Teil seiner Geschichte! Alles was jetzt hier folgt, ist Hans Schuld. Es sind die Tagebücher von Hans.

Alle Personen und Orte in dieser Geschichte sind so verändert, dass sie keiner echten, tatsächlich lebenden Person oder den Orten mehr ähneln können. Welche Meinung man auch immer dazu hat, es ist damals so gewesen.

12

Hans beschreibt seine Austernzeit und wie es ihm in dieser erging. Leider war das auch die Zeit, in der er seine Schwestern aus den Augen verlor. Nun sie waren Mädchen und hatten andere Interessen. Und er, war eben er. Beim Boxen und im Fußball kam er immer weiter. Und er gewann seine ersten Konflikte außerhalb des Boxringes. Die Erfahrung mit seinem verschlafenen Einbruch verhinderte das er in die „falschen“ Kreise kam. Doch es gab andere, die ihn selber als schlechten Einfluss sahen.. Durch einen seiner wenigen Freunde kam er zur Musik. Dieser gab ihm Gitarrenunterricht und so begann er eine vollkommen neue Erfahrung zu machen. Er sang und spielte Gitarre, worauf die Mädchen standen. Dann spielte er sogar in einer Band.

Sie hatten sogar einige Auftritte. Bei einem waren sogar 20 Zuhörer.

Im Fußball schoss er die Tore und das Boxtraining nahm ab. Und damit auch seine Schlägereien.

Er bekam eine vollkommen neue Form der Anerkennung. Und dadurch hatte er so viel zu tun, das er für sein Selbstmitleid immer weniger Zeit hatte. Durch die Musik

und den Fußball wurde er auch immer mehr in der Schule integriert und schaffte, nachdem er die 10 Klasse wiederholte mit 17 sogar einen Realschulabschluss.

Durch den Masseur im Verein konnte er in einer Massagepraxis ein Praktikum machen, besuchte eine staatliche Massageschule und wurde Masseur.

Tatsächlich bekam sein Leben in dieser Zeit Kontur und eine klare Richtung. Auch wenn er selber am allerwenigsten verstand, wie das so plötzlich möglich wurde.

Getrübt wurde diese Zeit vor allem durch seinen Vater. Nicht genug das er sie einfach alleine, und seine Mutter mit den Kindern sitzen ließ. Seine Firma machte Pleite, seine neue ließ ihn nun sitzen, er fing das saufen an und stand regelmäßig betrunken vor ihrer Haustür.

Meist bettelte, oder besser lallte er nur rum. Wollt er Geld, oder einfach rein. Geld um sich was zu trinken zu holen. Rein, weil er der Meinung war, in seinem Suffkopp, das er der Vater wäre und zu seinen Kindern wolle. Was ja schließlich sein Recht wäre!

Beides verweigerte seine Mutter ihm. Mehrfach mussten die Nachbarn einschreiten. Und auch die Polizei. Was wieder dem Vermieter sauer aufstieß. Dann wurden diese Besuche immer seltener. Schließlich blieben sie ganz aus. Kurz vor Hans achtzehntem Geburtstag stand dann die Polizei vor der Tür und bat seine Mutter mitzukommen um ihn zu identifizieren. Er wurde unter einer Eisenbahnbrücke, ohne Papiere gefunden. Seine ganze Familie wohnte am anderen Ende Deutschlands, weswegen seine Exfrau am schnellsten Verfügbar war. Nach allem jetzt auch noch das.

Sein Vater war Tod, das war nicht mehr zu ändern. Hans beendete sein Praktikum, und begann sein Ausbildung zum Masseur. Sein Leben ging weiter.

Und auch seine Mutter wirkte befreit. Zu seinen großen Schwestern hatte er keinen Kontakt mehr. Sie sahen sich zwar, waren sich aber fremd. In all dem, versuchte er einfach „seine“ Welt zu erbauen. Und er schwor sich das er, egal was ihm dieses Leben bringen würde, ein besserer Vater sein würde, ls seiner es war.

Dass die Vögel des Kummers und der Sorge

über unseren Häuptern fliegen,

können wir nicht verhindern.

Aber dass sie Nester in unseren Haaren bauen,

das können wir verhindern.

chin. Weisheit

Danke für die Aufmerksamkeit!

Alles Gute, Gesundheit, Frieden und Harmonie.

Luke Elljot

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Über Luke Elljot - Autor

Bei Beginn des Blogs 2015 war ich um jetzt genau zu sein 53. Ich möchte so über meine persönlichen guten Erfahrungen auf dem Gebiet der Gedankenkraft informieren. Inclusive den natürlichen Rückschlägen. Dazu habe ich auch ein Buch geschrieben: Lutz Jacobs, Gesundheit und Spiritualität. ISBN: 978-3 8442-3669-9 erhältlich beim epubli Verlag. http://www.epubli.de
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