14 Die Reise 4 © by Luke Elljot

Du kannst dich nicht erinnern wer du bist, und erzählst mir jetzt eine sehr alte Geschichte.

Ja! Klingt komisch, is aber so.“

Da kann doch was nicht stimmen! Und überhaupt! Das kann doch alles nicht so schlimm sein. Was kannst du mir nicht sagen. Ich rede jetzt schon seit fast zwei Tagen mit dir über so ziemlich alles……“

Draußen krähte die Krähe und wir beide sahen wie auf Kommando zum Fenster um zu sehen was mit ihr los los war. Sie saß dort und glotzte uns an.

…Bist du irgendwie in Probleme geraten.“ fuhr ich an der Stelle fort.

Zwei Gangs die sich bekriegen, und du dazwischen. Drogen oder was auch immer?“

Nein, natürlich nicht! Was ich dir erzählen muss, geht zurück auf den Anbeginn der Zeit. Es ist die eine Geschichte die hier und heute nicht enden wird, nicht morgen und auch in in der weiteren Zukunft nicht. Die Welt besteht seit jeher. Gekommen aus dem ewigen Entstehen und Vergehen. Und wir alle sind ein Teil davon. Nun ja, fast alle. Alles entsteht aus dem unerschöpflichen Reservoir der Schöpfung. Es gibt Kräfte die diese Schöpfung fließen lassen und die dieser Schöpfung dienen. Doch gibt es auch Kräfte die, diese Schöpfung für sich nutzen wollen und sich alles Untertan machen wollen. Die Menschen haben die Macht diese Schöpfung zu gestalten und die Kräfte die hier wirken zu beeinflussen. Deswegen sind sie so interessant für die Kräfte die sich alles Untertan machen wollen. In allen vergangenen Jahrtausendwenden schlug das Pendel immer wieder hin und her. Jetzt wieder mehr zu einer Seite, jetzt wieder zu der, zu der ich nicht gehöre. Daran bin ich verzweifelt. Und habe mich verloren. Jetzt bin ich in der Gefahr unter die Kontrolle dieser anderen Seite zu kommen.

Die die diese andere Seite vertreten, wollen mich dorthin ziehen. Das darf aber nicht passieren, denn dann würden wir das Gleichgewicht empfindlich stören. Deswegen ist es so wichtig, das diese andere Seite nicht die Überhand gewinnt. Das ist eigentlich alles.“

Äääähm du , ich, also… äähh was? Was, WAS??“

Das war die Wahrheit.“ „Ooh, na dann. Wenn es die Wahrheit war, dann ist ja alles klar. Tja. Also, wie soll ich es sagen, Nach allem was ich bis jetzt von dir kennen gelernt habe, habe ich eigentlich keine andere Antwort von dir erwarten können. Und ich bitte dich, bitte fahr mal ein bisschen runter! Bitte sag mir einfach was das heute morgen war? Hattest Du Besuch?“

JA, das hatte er!“ Sagte eine Stimme hinter mir, und im selben Augenblick vernahm ich wieder dieses seltsame Geräusch von heute morgen. Das Geräusch das ich schon in der dunklen Gasse hörte. Als ob man zwei Strohbüschel aneinander schlägt.

Als ich Gabriels erschrockenen Augen sah, drehte ich mich alles mögliche erwartend langsam um. Und was ich dort sah, ließ mich an meinem Verstand zweifeln.

Zwischen mir und der Zimmertür schwebte ein etwa vierzig Zentimeter großer bzw. kleiner……was eigentlich ein leicht über fetteten Engel? Ich war vollkommen sprachlos.

Seine Flügel waren eigentlich viel zu klein zum fliegen, und dabei machten sie dieses komische Geräusch was ich schon öfter hörte. Er schwebte etwa einen halben Meter über dem Boden und hatte bis auf ein zu großes Unterhemd, das schien es zumindest zu sein, nichts an.

HY!“ sagte das Wesen fröhlich.

„“Hy,!“ antwortete ich fassungslos. „Wer, wer äh, bist du?“

Dann drehte ich mich zu Gabriel um und sah ihn fragend an. Warum ich in diesem Moment nicht schreiend aus der Wohnung rannte, ist mir bis heute ein Rätsel. Es mag daran gelegen haben das das alles einfach zu verrückt war und das es in meiner Wohnung statt fand. Wo hätte ich auch hin gekonnt.

Gabriel zuckte mit seinen Schultern und sagte.

Stefan, Samuel, Samuel Stefan.“

Herr ich habe schon tausend mal gesagt du sollst Sam sagen!“ sagte jetzt wieder der kleine dicke Engel und ich drehte mich wieder zu ihm um.

_Verdammt Sam, ich habe dir doch gesagt dass du dich nicht zeigen sollst und schon gar nicht vor, den Menschen.“

Dann kann ich mich nur noch daran erinnern das ich wieder wach wurde als sich Gabriel über mich beugte und meine Stirn mit einem feuchten Tuch betupfte. Das komische Wesen saß auf dem Küchenschrank, nuckelte an einer Flasche Honig, sagte aber nichts.

Wo, wo bin ich?“ stammelte ich wieder.

Du bist in deiner Küche, alles ist gut und ich denke wir müssen reden.

Ich glaube ich habe geträumt, oder mir den Kopf kräftig angeschlagen und eine Gehirnerschütterung, oder so.. Kann das sein?“ sagte ich matt.

Nein, nein du hast nicht geträumt, nichts von alledem.“

Dann kann dieses kleine dicke Wichtelchen wirklich fliegen?“ Aus dem Augenwinkel sah ich wie das Wesen auf dem Schrank hektische Bewegungen zu machen begann. Wurde aber von Gabriel mit einer Handbewegung gestoppt.

Kleines dickes Wich…“ sagte es beleidigt. Wurde aber von Gabriel, der wieder nur eine Handbewegung machte, zum schweigen gebracht. Doch für mich war das alles zu viel und ich viel wieder in Ohnmacht. Als ich langsam zum zweiten mal wieder wach wurde unterhielten die beiden sich gerade, Ich entschloss mich ruhig zu bleiben und erst einmal zuzuhören.

Samuel, was sollte das. Wie soll ich das jetzt wieder korrigieren?“

Ach Herr er ist doch sowieso schon zu weit einbezogen. Oder glaubst du Er (schon wieder ER)lässt ihn einfach so ziehen?“

Meinst du wirklich?“

Herr du hast seit dreihundert Jahren mit keinem einzigen Menschen gesprochen, und jetzt mit ihm? Was soll Er denn sonst denken.Dreihundert Jahre?

Aber das lag doch nicht daran dass ich nicht wollte, es hat mich vor ihm doch keiner mehr gesehen? Ich konnte mit keinem anderen reden.“

Herr, er ist wach.“

Kleiner fetter Klugscheißer! Dachte ich.

Das habe ich gehört! sagte Samuel.

Hör auf seine Gedanken zu lesen!“ sagte da Gabriel.

Ist bei der Ausdrucksweise von ihm sicher auch besser so“

SAMUEL!! Hör jetzt auf.“

Jaja, ist ja gut. Also dann, ruft mich wenn ihr mich braucht.“ Damit war Ruhe. Ich wartete noch ein paar Momente, dann öffnete ich die Augen.

Gabriel saß jetzt wieder am Tisch und sah mich an.

Ist er weg?“ Gabriel nickte nur schweigend.

Langsam und umständlich setzte ich mich auf und wieder an den Tisch zu ihm. Ich nahm einen Schluck von meinem kalten Kaffee und musterte mein Gegenüber eindringlich.

Was war das? Und was ist hier los. Wo bin ich hier hineingeraten?“

Stefan, jetzt beruhige dich doch erst einmal. Trink doch noch etwas Kaffee“ sagte er mit einer möglichst unbekümmerten Stimme.

Ich will mich aber nicht beruhigen! Ich will wissen was hier los ist? Und vor allem will ich wissen was das gerade war, WER du bist und…und… wer das gerade war und…und überhaupt alles. Ich will alles wissen.“

Du willst alles wissen?“

JA!“

Das ist selbst für mich eine Menge.“

Hör auf rum zu labern! Los jetzt. Wer seit ihr beiden. Und vor allem wer bist du?“

Du willst wirklich wissen wer ich bin, oder?“ „Komische Frage.“ „Hör auf nur meine Fragen zu wiederholen!“

Samuel sagt das ich der der Erzengel Gabriel bin und ich bin hier auf der Erde gestrandet. Aber ich muss wieder zurück, und du musst mir dabei helfen. Denn wenn ich nicht wieder zurückfinde, und er meiner habhaft wird, dann stürzt die Welt in ein Chaos.“

„Sagt Samuel.“

„Ja.“

Danke für die Aufmerksamkeit! © by Luke Elljot

Alles Gute, Gesundheit, Frieden und Harmonie.

Luke Elljot

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Über Luke Elljot - Autor

Bei Beginn des Blogs 2015 war ich um jetzt genau zu sein 53. Ich möchte so über meine persönlichen guten Erfahrungen auf dem Gebiet der Gedankenkraft informieren. Inclusive den natürlichen Rückschlägen. Dazu habe ich auch ein Buch geschrieben: Lutz Jacobs, Gesundheit und Spiritualität. ISBN: 978-3 8442-3669-9 erhältlich beim epubli Verlag. http://www.epubli.de
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