13 Gabriel – Die Reise 3 © by Luke Elljot

 

Wir gingen zur Kasse um zu zahlen als ich mich ganz beiläufig um sah und mir diese zwei Typen im Eingangsbereich auffielen, die dort herumlungerten. Eigentlich nichts besonderes im Grunde genommen. Aber irgendwie waren die komisch. Mag sein das ich heute morgen etwas überspannt war, aber die wirkten so deplatziert dort. Außerdem es sah so aus als stünden sie hinter einem Feuer. Ihre Konturen schienen immer etwas zu verschwimmen, wie ein wabern. Doch bevor ich genauer hinsehen konnte wurde ich abgelenkt. Wir mussten zahlen und ich musste mich einen Moment darum kümmern. Ich sah kurz die Kassiererin und diese gab mir mein Wechselgeld. Als ich wieder zum Eingang sah waren die beiden weg. Stirn runzelnd steckte ich mein Geld ein. Wir packten ein und gingen hinaus. Ich sah mich um, doch es war niemand zu sehen. Deswegen fragte ich Gabriel.

Hey Gabriel, hast du auch diese beiden komischen Typen gerade gesehen?“

Nein, welche Typen.“

Na diese beiden die da am Eingang gestanden haben, die sahen … Ach egal, lass uns nach Hause gehen und gemütlich auf der Terrasse frühstücken. Honig haben wir ja jetzt genug“ Da viel mir ein das diese beiden mich an die Punker aus der Straßenbahn erinnerten.

Auf dem Rückweg gingen wir noch kurz zum Bäcker und holten Brötchen. Die ganze Zeit über ließ die Verkäuferin keinen Blick von Gabriel. Und als er ihr die Brötchen abnahm errötete sie leicht.

Draußen sagte ich dann zu ihm. „Na die hat aber ein Auge auf dich geworfen, oder?“

Was für ein Auge?“ antwortete er etwas konsterniert.

Na du weist schon eine Auge…“ ich sah in seinen verständnislosen Blick, brach ab und sagte mit einer abwehrenden Handbewegung nur. „Aaach vergiss es.“ „Die Kleine mag dich man.“

Hm, warum denn auch nicht?“ erwiderte er lächelnd. „Es wäre nicht die erste.“

hey, hey, hey, also doch. Ich dachte mir schon die ganze Zeit das da mehr in dir steckt als du zugeben willst. Anscheinend erinnerst du dich doch an so einiges.“

Was soll denn in mir stecken?

Sehr viel mehr als man annehmen darf wenn man bedenkt wo und wie ich dich kennen gelernt habe,“ sagte ich lachend. So schlenderten wir gemütlich und ebenso gelassen langsam wieder zurück. Die Allee entlang durch den kleinen Park. Als Gabriel fragte wo genau wir wären, viel mir auf das ich nicht wusste wie die Straßen hier hießen. Und das obwohl ich hier schon drei Jahre wohnte. Während alle anderen genau wussten welche Straße wo war, hatte ich keine Ahnung und kannte nur die, in der ich wohnte.

Merkwürdiger weise war es jetzt Gabriel der sich immer wieder umsah. Alles in allem waren das aber sehr schöne Momente mit ihm. Ein schöner Morgen in einem der schönsten Stadtteile. Immer wieder musste ich an das denken was ich vorhin hörte. Ich beschloss mit Gabriel beim Frühstück zu sprechen. Doch wie immer im Leben – erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, oder wie das heißt.

Schließlich erreichten wir ohne weitere Zwischenfälle die Haustür, vor der schon Frau Gertenbrink lauerte. Die alles und jeden misstrauisch betrachtete und musterte, der vorbeikam.

Herr Herzblatt, wie war ihr Spaziergang?“ Sagte sie und stellte sich mitten in die Tür.“Ist das nicht ein herrlicher morgen? Und wer ist den ihr neuer Freund, den habe ich ja hier noch nie gesehen?“ damit kam Gabriel in ihr Visier. Der ging mit dem gewinnensten Lächeln das ich jemals bei einem Menschen gesehen habe auf sie zu und sagte. „Werte Frau, bitte entschuldigen sie uns,aber wir sind sehr hungrig und würden gerne eine Kleinigkeit Frühstücken. Es macht ihnen doch sicher nichts aus unseren kleinen Plausch auf etwas später zu verschieben, Dafür wären wir ihnen außerordentlich verbunden und dankbar, Vielen Dank und einen schönen Tag noch.“ Er stand vor ihr und lächelte.

Aber natürlich macht mir das nichts aus. Sie sehen ja schon ganz verhungert aus sie armer.“ Sie trat zur Seite und machte den Weg frei.

Na dann? Lass uns Frühstücken.“ Wir nahmen unsere Taschen, die wir in Erwartung eines längeren Aufenthaltes abgestellt hatten, wieder hoch und gingen nach oben.

eEeyeyeyeyeye. Na da hatten wir aber noch einmal Glück. Aber, werte Frau und verbunden?“

Aber warum denn, das ist doch eine nette alte Frau, Und hat doch geholfen!“ antwortete er schulterzuckend. Fügte dann noch hinzu. „Die anscheinend einfach nur sehr einsam ist.“

Ja und die mit ihrer Neugierde das ganze Haus tyrannisiert und jeden zweiten Tag einen Beschwerdebrief über irgendeinen anderen Mieter hier an die Hausverwaltung schreibt. Wobei völlig egal ist ob sie dafür einen Grund hat oder nicht. Denn wenn sie keinen Grund hat, denkt sie sich eben einen aus, so einfach ist das mit der. Allerdings habe ich gerade das erste mal erlebt, dass sie jemanden einfach aus ihren Fängen gelassen hat. Dabei warst du einfach nur…..Freundlich? Hhmm, eigenartig; aber so ist es,“

Stefan, alles ist ist Liebe, und ohne Liebe ist alles nichts. Denk an meine Worte.“

Ich war einfach zu hungrig um etwas zu erwidern und außerdem wollte ich wissen wer Samuel ist, und wer ER, der gefährliche ist. Und was es damit auf sich hat und warum er Herr genannt wird und überhaupt!! Wann, wenn, nicht bei einem guten Frühstück konnte man solch alltägliche Fragen klären, oder? Also wollte ich Frühstücken. Wir gingen in meine Wohnung und zogen uns Jack und Schuhe aus. Dann gingen wir in die Küche und ich machte uns Frühstück. Auf die Terrasse und die Schlepperei hatte ich keine Lust.

Als wir dann am Küchentisch saßen, ich mit einem großen Pott Kaffee er mit einer Tasse Tee, genossen wir erst einmal und aßen.

Also mein Freund,“ sagte Gabriel dann mit vollem Mund schließlich.

Was liegt dir auf dem Herzen. Ich merke doch schon die ganze Zeit das dich etwas beschäftigt, oder bedrückt. Was ist los?“

Etwas überrascht, trank ich erst einmal einen großen Schluck Kaffee, schluckte umständlich. und sagte dann. „Ok. Dann mal los.“ sagte ich.

Und, wie ist es so. Gefällt es dir denn jetzt, fühlst du dich wohl?“

Stefan, so ist es. Ich könnte mich nicht wohler fühlen. Danke für alles.“

Na ich meine wenn du so auf der Straße lebst, dann hast du doch bestimmt jemanden kennen gelernt. Vermisst dich denn niemand?“

Nein, nein es vermisst mich niemand. Aber warum sorgst du dich denn darum?“

Na ja ich möchte das es dir gut geht.“ Ich merkte selber wie abwegig das klang. Aber ich hoffte er würde es nicht bemerken.

Und außerdem dachte ich wenn man so auf der Straße lebt und ein so netter Kerl ist wie du, dann lernt man doch sicher eine Menge Leute kennen. Nette, weniger nette. Eben alle möglichen Leute. „Wie ist es mit dir, wen hast du so kennen gelernt. Waren da auch gefährliche Leute dabei?“

Er sah mich kurz skeptisch an, dann sagte er.

Was auf der Straße passiert, bleibt auf der Straße. Aber, nein, keine gefährlichen Leute. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen das ich dein Heim in Gefahr bringe.“

Nein…..nein, nein.“ sagte ich schnell, obwohl ich froh war, das er in diese Richtung dachte. „Reine Neugierde. Ich mache mir keine Sorgen, Aber ehrlicherweise muss ich dir sagen dass ich heute morgen mitbekommen habe das du Besuch hattest und auch einen Teil eures Gespräches. „Was ist los Gabriel? Und wer war das heute morgen in deinem Zimmer? Bitte verstehe mich nicht falsch. Aber ich habe dich bei mir aufgenommen und ich finde es nicht gut dass du hier Leute reinlässt ohne mich zu fragen. Gabriel, was ist los? Ich bin sicher wir können eine Lösung finden. Wir gehen zusammen zur Polizei oder was auch immer und dann sehen wir weiter.“

Gabriel sah mich an und ich konnte sehen wie er um die richtigen Wort rang.

Stefan, ich weiß nicht was ich sagen soll, aber du hast einen vollkommen falschen Eindruck. Es ist nichts und es war auch niemand hier.“

Ich habe deutlich zwei Stimmen gehört und eine davon war eindeutig nicht deine, Gabriel, was ist los?“

Ich übe für ein Theaterstück?“

Du übst für was? Außerdem bist du ein schlechter Lügner. Was soll das Gabriel, sag doch einfach was los ist!“

Wenn das so einfach wäre, aber das ist es nicht. Stefan ich bringe dein Heim nicht in Gefahr. Schau, ich danke dir für die Unterkunft und das ich hier mit dir sitzen kann. Morgen oder Übermorgen bin ich wieder weg und alles ist beim alten. Also mach dir keine Sorgen.

In diesem Moment knallte eine große schwarze Krähe so heftig gegen mein Küchenfenster das ich schon befürchtete das die Scheibe brechen könnte. Dann saß das Tier auf der Fensterbank und schüttelte sich. Und nach einer kleinen Weile flog sie weg. Obwohl ich vor Scheck fast vom Stuhl gefallen wäre, besann ich mich schnell auf unser Gespräch. Gerade als ich ansetzen wollte das Gespräch weiter zu führen, knallte es wieder an meinem Fenster und die Krähe, oder eine andere saß wieder dort.

Das is vielleicht ein Komischer Vogel.“ sagte ich und beobachtete das Tier wie es auf der Fensterbank auf und ab lief.

Also zurück zum Thema. Mit wem hast du dich heute Morgen unterhalten. Wer ist Samuel, und vor wem rennst du weg, oder musst dich in Sicherheit bringen. Kann ich dir helfen?“

Stefan das ist eine sehr alte und ich betone eine sehr alte Geschichte. Ich weiß eigentlich nicht wo ich anfangen und wie ich es dir erklären soll.“

Danke für die Aufmerksamkeit!

Alles Gute, Gesundheit, Frieden und Harmonie.

Luke Elljot

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Über Luke Elljot - Autor

Bei Beginn des Blogs 2015 war ich um jetzt genau zu sein 53. Ich möchte so über meine persönlichen guten Erfahrungen auf dem Gebiet der Gedankenkraft informieren. Inclusive den natürlichen Rückschlägen. Dazu habe ich auch ein Buch geschrieben: Lutz Jacobs, Gesundheit und Spiritualität. ISBN: 978-3 8442-3669-9 erhältlich beim epubli Verlag. http://www.epubli.de
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