Die Vögel des Kummers und der Sorge #6. © by Luke Elljot

Dieses Vorwort werde ich hier vor jeden Artikel stellen. Wer regelmäßig mit liest, sehe bitte darüber hinweg. Wenn jemand neu einsteigt, weiß er/sie so sofort worum es geht.

Eine neue Aufgabe ist an mich heran getragen Worden. Ein früherer Bekannter und Berufskollege hat mir seine Tagebücher zugeschickt. Auch er ist mit seiner Praxis pleite gegangen Ist allerdings deutlich jünger als ich. Er hat in meinem Blog gelesen und fand sich in verschiedenen Passagen wieder. Darum hatte er eine Bitte an mich. Glücklicher weise findet er meinen Schreibstil toll. Gerne komme ich dieser Bitte nach.

Er hat mir seinen Aufschrieb (200 A4 Seiten) zugeschickt. Seine Tagebücher. Mit der Bitte sie zu überarbeiten und eine „runde Geschichte“ daraus zu machen. Ich fand die Idee toll. Also werde ich Seite für Seite, Satz für Satz überschreiben, ihm zuschicken, und wenn er sein OK gibt, in meinem Blog veröffentlichen.

Daß die Vögel des Kummers und der Sorge

über unseren Häuptern fliegen,

können wir nicht verhindern.

Aber daß sie Nester in unseren Haaren bauen,

das können wir verhindern.

chin. Weisheit

Irgendwo, beginnt eine Geschichte.

Beim schreiben, mit dem ersten Wort. Doch wo beginnt eine Lebensgeschichte. Oder womit. So eine wie diese hier. Selbst beim schreiben ist es wichtig die Geschichte mehrdimensional zu gestalten. Ihr und den Charakteren sozusagen Leben zu geben. Doch diese hier ist Leben. Es ist die Geschichte von…. nennen wir ihn Hans Schuld. Ein Arbeitstitel sozusagen. Eine Geschichte die mir wie gesagt zugetragen wurde, und deren Ehre ich habe, sie erzählen zu dürfen. Eine Vollkommen normale Geschichte. Wie sie alltäglicher nicht sein könnte. Und trotzdem ist es für Hans Schuld die Geschichte seines Lebens. Seine Lebensgeschichte! Zumindest zum Teil. Also. Alles was jetzt folgt, ist nur in meiner Begleitung. Es ist Hans Schuld.

Wenn Hans direkt spricht, dann immer kursiv.

Alle Personen in dieser Geschichte sind so verändert, dass sie keiner echten, tatsächlich lebenden Person mehr ähneln können. Dies haben Hans und ich so geregelt. Es wäre purer Zufall wenn dem doch so wäre. Das was ich hier veröffentliche sind seine Worte. Welche Meinung man auch immer dazu hat, es ist damals so gewesen.

6.

Hans Schuld wurde 1977 in einem Vorort von Hannover geboren. Zusammen mit seinen beiden älteren Schwestern verlebte er dort seine Kindheit und Jugend . Sein Vater arbeitete zunächst bei einem Schrotthandel, den er später übernahm. Seine Mutter bei der „Conti“. So lief seine Kindheit vollkommen normal. Eine normale Familie und heile Welt. Die Wochenenden verbrachten sie meist in dem Schrebergarten seiner Eltern. Ihre Urlaube mit dem Zelt und später mit dem Wohnwagen, in Holland, Österreich, oder auch zuletzt in Italien.

Bis in die Herrenmannschaft spielte er Fußball und kam dort auch mit der Medizin in ersten Kontakt.Einer der Betreuer, ein Masseur oder Physiotherapeut, infizierte ihn. Durch ihn kam er zu seinem Berufswunsch. Also machte er seinen Realschulabschluss um dann eine entsprechende Privatschule zu besuchen. Vorher verbrachte er noch 2 Jahre bei der Bundeswehr um dort die Sanitätsausbildung zu machen.

Der Wunsch sich selbstständig zu machen erwachte relativ schnell in ihm. Denn er fand es schrecklich in der MHH in Hannover. Eine Gesundheitsfabrik wie er es nennt. Also ging er anschließend in kleine Praxen und kleinere Kliniken in denen er weitere Berufserfahrung sammelte. Aber auch die Festanstellungen fand er schrecklich. Seiner Auffassung nach, wurden die Patienten nicht gut genug behandelt.

Er wollte es besser machen.

Hans schreibt immer wieder an diesen Stellen, das es es ein merkwürdiges Gefühl ist wieder in diese Zeiten abzutauchen. Wohl wissend wo seine Entscheidungen ihn hin bringen würden. Auch wenn er keinen wirklichen Fehler erkennen konnte. Im Nachhinein sicher. Im Wissen um die Folgen sicher. Doch damals, aus der Situation, aus den damaligen Umständen, würde er heute wieder so handeln.

Er kann für sich keinen offensichtlichen Fehler finden. Andere die das noch folgende lesen werden, mögen es anders sehen. Die hätten dann eben etwas anderes gemacht, das sie woanders hingeführt hätte. Ob das dann dort besser geworden wäre, man weiß es nicht.

Was war da denn aber nur schief gelaufen? Was? Was er vor allem feststellte war rückwärtig betrachtet, das er letztendlich doch einen falschen Weg einschlug. Auch wenn er dachte es wäre der richtige, und auch von allen Seiten, vor allem durch seine Mutter entsprechend bestärkt wurde.

Diesem viel jüngeren ich wieder ins Angesicht zu schauen. Selber mittlerweile in einem alter, in dem er sein eigener Vater sein könnte. All die Jahre war ihm beigebracht worden, seinen Weg wohl auszuwählen und konsequent beizubehalten. So macht man das eben. Alles andere kommt einem Versagen gleich! Vielen von uns geht es doch ähnlich, oder?

Er kam also aus einer ganz normalen Familie in der jeder seine Aufgabe übernahm. Vater verdiente das seine Geld, Mutter unterstützte ihn.

So war es auch im gesamten Bekanntenkreis seiner Eltern. Alle gossen ihre Wurzeln. Bauten Häuser und so.

Seine Schwestern heirateten „gut“ und waren versorgt. Beziehungsweise die eine. Die andere Studierte und heiratete einen anderen Dr. Einen der Wirtschaftswissenschaften. Beide verdienten gutes Geld. Was im weiteren aber keine Rolle spielt. Hans will sich dazu auch nicht zu sehr äußern. Erstens geht es nicht um diese beiden und zweitens soll keiner irgendwelche „Rückschlüsse“ ziehen können.

Auch seine Freunde. gingen ihre Wege genau so konsequent wie es erwartet wurde. Nur er viel aus diesem Rahmen. Tat zwar was erwartet wurde, war sich aber tief in sich überhaupt nicht sicher und scheiterte. Man scheitert nicht! Im weiteren relativiert sich natürlich manches.

Fürs erste blieb und blieb und blieb er bei seiner Entscheidung. Auch als ihm eigentlich längst klar war, wo es hinführte. Nicht in der materiellen Konsequenz. Aber in der seelischen. Er wurde immer unglücklicher. Spielte aber eine Rolle weiter. Spielte  „seine“ Rolle. Den Physiotherapeuten! Den Heiler! Vielleicht war das, wenn man es so sehen will, sein erster Fehler. Aber woher sollte er das wissen? Das war doch etwas Gutes – anderen zu helfen…. oder?

Luke: Auch diese Ähnlichkeit finde ich erstaunlich. Ich habe mich auch immer als einen „Heiler“ gesehen.

Ich habe jetzt auch beschlossen eins zu eins zu schreiben. Ich werde nicht „vorlesen“ Ich werde lesen und schreiben. Denn Satz möglicherweise etwas umformulieren. Ich möchte es so…., wie sagt man, authentisch wie möglich gestalten. Ich denke das ist für alle ok. Für Hans Schuld ist es das.

Damals aber, schon als Praktikant, wurde er über alle Maßen gelobt für sein therapeutisches Talent. Da „konnte“ seine Entscheidung doch nur richtig sein. Er machte eine Fortbildung nach der anderen. Doch etwas fehlte. Im Rückblick betrachtet wurde ihm das klar. Immer diese Unruhe. Ein zwei Jahre, dann musste etwas neues her!

Neue Bewerbung, neue Fortbildung, irgend etwas neues musste her. Wo andere wie gesagt ihre Fundamente gossen, kannte er nur Unruhe.

Danke für die Aufmerksamkeit!

Alles Gute, Gesundheit, Frieden und Harmonie.

Luke Elljot

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Über Luke Elljot - Autor

Bei Beginn des Blogs 2015 war ich um jetzt genau zu sein 53. Ich möchte so über meine persönlichen guten Erfahrungen auf dem Gebiet der Gedankenkraft informieren. Inclusive den natürlichen Rückschlägen. Dazu habe ich auch ein Buch geschrieben: Lutz Jacobs, Gesundheit und Spiritualität. ISBN: 978-3 8442-3669-9 erhältlich beim epubli Verlag. http://www.epubli.de
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