Die Vögel des Kummers und der Sorge #5. © by Luke Elljot

Dieses kleine Vorwort werde ich hier vor jeden Artikel stellen. Wer regelmäßig mitliest, sehe bitte darüber hinweg. Denn wenn jemand neu einsteigt, weiß er/sie so sofort worum es geht.

Eine neue Aufgabe ist an mich heran getragen worden. Ein früherer Bekannter und Berufskollege hat mir seine Tagebücher zugeschickt. Auch er ist mit seiner Praxis pleite gegangen Ist allerdings deutlich jünger als ich. Er hat in meinem Blog gelesen und fand sich in verschiedenen Passagen wieder. Darum hatte er eine Bitte an mich. Glücklicher weise findet er meinen Schreibstil toll. Gerne komme ich dieser Bitte nach.

Er hat mir seinen Aufschrieb (200 A4 Seiten) zugeschickt. Seine Tagebücher. Mit der Bitte sie zu überarbeiten und eine „runde Geschichte“ daraus zu machen. Ich fand die Idee toll. Also werde ich Seite für Seite, Satz für Satz überschreiben, ihm zuschicken, und wenn er sein OK gibt, in meinem Blog veröffentlichen. Ja, meine Gedanken holen mich ein. TOLL!!!

Daß die Vögel des Kummers und der Sorge

über unseren Häuptern fliegen,

können wir nicht verhindern.

Aber daß sie Nester in unseren Haaren bauen,

das können wir verhindern.

chin. Weisheit

Irgendwo, beginnt eine Geschichte.

Beim schreiben, mit dem ersten Wort. Doch wo beginnt eine Lebensgeschichte. Oder womit. So eine wie diese hier. Selbst beim schreiben ist es wichtig die Geschichte mehrdimensional zu gestalten. Ihr und den Charakteren sozusagen Leben zu geben. Doch diese hier ist Leben. Es ist die Geschichte von…. nennen wir ihn Hans Schuld. Ein Arbeitstitel sozusagen. Eine Geschichte die mir wie gesagt zugetragen wurde, und deren Ehre ich habe, sie erzählen zu dürfen. Eine Vollkommen normale Geschichte. Wie sie alltäglicher nicht sein könnte. Und trotzdem ist es für Hans Schuld die Geschichte seines Lebens. Seine Lebensgeschichte! Zumindest zum Teil. Also. Alles was jetzt folgt, ist nur in meiner Begleitung. Es ist Hans Schuld.

Wenn Hans direkt spricht, dann immer kursiv.

Alle Personen in dieser Geschichte sind so verändert, dass sie keiner echten, tatsächlich lebenden Person mehr ähneln können. Dies haben Hans und ich so geregelt. Es wäre purer Zufall wenn dem doch so wäre. Das was ich hier veröffentliche sind seine Worte. Welche Meinung man auch immer dazu hat, es ist damals so gewesen.

5.

Hans schreibt in seinen Tagebüchern mehrmals den Satz; „Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht.“

Und das er, als er selber seine Tagebücher gelesen hat, eigentlich immer wieder über das gleiche schreibt. Nur eben aus verschiedenen Richtungen betrachtet. Daher hat er nie erkannt was das Problem war. Dann lagen sie etwa 1 Jahr herum. Und als er sie dann, sozusagen als Außenstehender, noch einmal gelesen hat, bemerkte er das. Aber er wusste nicht wie er es ändern sollte. Oder ob er das überhaupt wollte. Und das war der Hauptgrund, warum er mir diese Tagebücher zuschickte. Es brachte ihn sogar zu der, wie er es nannte, Philosophischen Betrachtung; Ob es sich nicht überhaupt immer nur um ein und die selbe Sache dreht!

Weswegen er mich bat so wenig wie möglich wegzulassen. Seinen „normalen“ Weg eben so aufzuschreiben, wie er war. Wie er in den Büchern steht. So detailliert wie möglich. Auch auf die Gefahr hin, das er, ich/ wir uns wiederholen.Ich schreibe in meinem Blog ähnliches. Einer der Gründe warum ich jetzt hier sitze, und jede Seite seines Aufschrieb teilweise 20 x durchlese, neu formuliere, schreibe.

All seine Gedanken, die seine Situation, oder Situationen, von allen möglichen Seiten bedenken. Wie in einem Hamsterrad. Ich kenne das nur zu gut.

Luke:

Laotse sagt dazu –

Zu lernen, ohne über das erlernte nachzudenken

ist Sinnlos.

Nur nachzudenken

ohne zu lernen,

führt zu gefährlichen Überlegungen.

Doch sein Problem war, das sich im täglichen einerlei die Dinge immer sehr unterschiedlich darstellen. Und wenn einem etwas neues begegnet, ist es schwer zu erkennen, ob es aus dem selben Grund geschieht, oder nicht doch etwas anderes dahintersteckt.

Genau das war das Problem, als ihn die Schulden erdrückten. Und diese täglichen kleinen Kämpfe die ihn so erschöpften, aussaugten. Gegen seine Versagensängste, gegen seine Verzweiflung, gegen seine Mutlosigkeit, gegen seine Antriebslosigkeit. Gegen seine Angst auch in Zukunft alles falsch zu machen anzukämpfen. Seine Verantwortung gegenüber Frau und Kinder!

Ein Arzt diagnostizierte ihm eine Depression. Doch Hans wollt das nicht. Er wollte nicht sein Leben in ein Krankheitsbild abgeben. Zumal er selber ja medizinisch gut ausgebildet war. Er wollte sich nicht innerlich zurücklehnen und sich sagen das er ja nichts dafür kann, da er ja krank ist.

Hans Schuld war klar, das es viele gibt, die seine Gedanken seine Probleme kennen. Er schreibt das er wusste das andere einen ähnlichen Weg gehen mussten. Manche die sogar über das eine oder andere sogar schmunzeln können.

Doch was ist mit denen die noch am An fang stehen, die gerade dabei sind in diesen Schlund zu rutschen?

Deswegen hofft er, das sich diese Tagebücher zumindest bei diesen als hilfreich erweisen. Das diese so vielleicht wieder einen Lichtstreifen am Horizont sehen, oder finden. Ein anderer Satz den er auch öfter schreibt ist, „es gibt schlimmeres!“ Wohl war.

Immer mehr, so stellte er fest, wird den Menschen vermittelt das es doch kein Problem ist, mit den Schulden. Wie überall sonst auch… mehr, mehr, mehr, ich, ich, ich! Ist doch alles ganz einfach. Selbst mit der Insolvenzen wird geworben… ist doch ganz einfach. Auch Hans dachte zunächst so. Das Problem ist nur, wenn sich das Rad nicht mehr dreht. Dann auf einmal standen alle vor ihm. Erst wurde ihm gedroht, dann wurde vollzogen.

Er selber sagte in seinen Büchern, würde nie wieder Schulden machen. Nie wieder!

Ihm blieb unterschwellig nur dieses Gefühl, dass alles immer nur auf Pump ist. Jedes mal wenn er seine Praxis aufschloss dachte er; „Im Grunde genommen gehört diese der Bank. Ebenso wie das Auto und die Halbe Wohnungseinrichtung.“

Aber im Umkehrschluss wäre er nicht der, der er heute ist, wenn all das nicht passiert wäre.

In all seinen Sätzen erkannte er einen immerwährenden Zwiespalt. Es ging immer hin und her. Vollkommen zerrissen und kein Gefühl mehr für das Richtige, oder Falsche. Er war immer in dem Zwiespalt zu erkennen das er diesen Weg gehen musste um zu sein wer er wurde, oder sich selbst zu verurteilen wie dumm er war.

Und dann waren da immer wieder die Gedanken, das es ja so viele Menschen gab die all das ohne irgendwelche Probleme bewältigten. Viele Die sich den Traum vom Eigenheim erfüllten. Auch wenn viele an diesen Schulden hängen, wenn der Traum vom Eigenheim längst ausgeträumt ist. Aber auch sehr viele die ihre Selbstständigkeit so begründeten. Zahlen doch die allermeisten ihre Schulden zurück, Was lief also falsch bei ihm.

Immer mehr drang der Gedanke zu ihm durch, das der, der Erfolg haben will, erst viel Schweiß vergießen muss. Ausnahmen, so schrieb er, mögen die Regel bestätigen, doch lohnt es nicht auf diese Ausnahme zu warten. Schnell Geld bei der Bank leihen und los? Als er dies schrieb, sah er diesen Weg nicht als den rechten Weg an.

Hans viel bei der Geburt seines ersten Kindes auf, das er selber schon sehr lange nicht mehr an seine eigene Kindheit gedacht hatte. Und damit verbunden stellte er sich die Frage, ob dort die Wurzeln für sein Versagen liegen könnten. Damit wollte nicht sagen das dies bei jedem so sein müsste. Aber irgendwo musste er ja beginnen.

Luke:

Es geht wirklich so hin und her. In den Tagebüchern sogar noch schlimme!

Vor allem deswegen. Da ihm seine eigenen Kinder so gar keine Kraft geben wollten, oder konnten. Er war zu allem bereit. Und wenn er dort diese Wurzeln finden würde. Dann würde er sie auch herausreißen. Wenn….

Daher beschloss er auch diese Erinnerungen aufzuschreiben. Nicht als Abrechnung der „bösen“ Erwachsenen. Dem Schreiben sprach er zu, über jedes einzelne Wort genau nachdenken zu können. Die Zusammenhänge besser überdenken zu können.

Es, um zu schreiben wenn nötig und so oft wie nötig.

Eine wohldurchdachte Chronologie. Der Lebensgeschehnisse und der Seelischen Geschehnisse. Wie oft schrieb es alles um. Legte einen Ordner an, in den er alles einheftete. Alle Variationen. Verband diese miteinander, schrieb sie wieder um. Und, und, und.

Manchmal legte er seinen Aufschrieb wochenlang beiseite. Um dann doch wieder alles zu verbessern, zu verändern, um und neu zu schreiben. Es nahm kein Ende.Auch als er fertig war und es an Luke Elljot weitergab, fand er immer noch Punkte die….. nicht stimmten. „Lass es wie es ist!“ sagte Luke Elljot zu ihm. Und so blieb es dann auch und so steht es jetzt hier.

Als er sich seine Vergangenheit jedoch vor Augen führte, hart erarbeitet wohlgemerkt. Stellte er fest das er schon vorher sicher einiges Glück hatte. Das im Grunde genommen das Glück sogar überwog. Und dass hatte er nicht erwartet. Schon vorher hätte er längst abrutschen können. Und dann währen Schulden sein geringstes Problem gewesen. Auch dadurch verstand er, das es weit schlimmeres gab und gibt als Schulden.

Auch er kannte einen Spruch von Laotse den er auch in sein Tagebuch schrieb.

Wer „wer andere kennt ist klug. Wer sich selber kennt ist weise. Wer andere besiegt hat kraft. Wer sich selber besiegt ist stark.“

Luke:

Erstaunlich ist, wie aktuell seine Gedanken sind. Beim lesen hatte ich verschiedene male das Gefühl, er schreibt über Mich! Es fällt mir manchmal sogar schwer, nicht meine eigenen Gedanken mit einfließen zu lassen.

Er wurde sich beim eigenen Lesen darüber im klaren das wir hier in diesem Teil der Welt sehr behütet sind, und sehr komfortabel lebten und leben. Viele, wenn nicht die meisten Probleme, das erkannte er, machte er sich selber. Und eben diese Kämpfe mit diesen Problemen waren es, die ihn auslaugten. Die so viele Menschen so auslaugten.

Um seine Geldsorgen zu bewältigen las er einige Bücher. Er bekam sie von einem sehr erfolgreichen Freund. Einem Immobilienmakler. Dr. Murphy, Frank Bettger, Lee Iacocca, Brian Tracy, Leonard Coldwell oder dem Großmeister dieser Autoren, Napoleon Hill um nur einige zu nennen. Alles Bücher die den Weg zu Ruhm und Erfolg zeigen sollten. Doch es brachte nur eins. Er setzte sich durch immer größere immer weit gefasstere Ziele mehr und mehr unter Druck, verzettelte sich immer mehr.

Er zweifelte nicht daran das all diese Autoren meist einen harten Weg voller Wünsche und Hoffnungen hinter sich brachten. Das sie ihre Pläne konsequent verfolgten. Doch war eben diese Einstellung seine nicht. Auch wenn er sich noch so sehr wünschte. Er hatte seinen Platz eben noch nicht gefunden.

Denn ohne diesen gefunden zu haben, konnte er seine vermeintliche Schwäche nicht in eine Stärke verwandeln. Wie sollte er in seinem Inneren aufräumen, wenn er seinen Platz nicht kannte.

Denn nicht die Schulden waren das Problem das er hatte. Sie waren lediglich ein Ausdruck seiner Probleme. Diese Männer waren so weit weg von ihm.

Das nun war sein eigenes Vorwort, mit einigen Anregungen und Ergänzungen von mir.

Doch wie sah es denn nun bei Hans Schuld aus? Er wollte die Dinge so aufschreiben, wie er sie seinerzeit empfand. Und er fing zunächst mit seiner Kindheit an. Damit werde ich das nächste mal beginnen.

Danke für die Aufmerksamkeit!

Alles Gute, Gesundheit, Frieden und Harmonie.

Luke Elljot

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Über Luke Elljot - Autor

Bei Beginn des Blogs 2015 war ich um jetzt genau zu sein 53. Ich möchte so über meine persönlichen guten Erfahrungen auf dem Gebiet der Gedankenkraft informieren. Inclusive den natürlichen Rückschlägen. Dazu habe ich auch ein Buch geschrieben: Lutz Jacobs, Gesundheit und Spiritualität. ISBN: 978-3 8442-3669-9 erhältlich beim epubli Verlag. http://www.epubli.de
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