3.Gabriel- Die Begegnung © by Luke Elljot

Es war an einem Frühlingstag im…. nun ja, im Frühling eben!

Gestern schien das erste mal den ganzen Tag die Sonne und sie erwärmte die Luft auf angenehme 15 Grad. Wie immer nach der langen dunklen kalten Zeit, konnte man es kaum erwarten das es endlich heller und wärmer wurde. Und wie immer um diese Zeit, trugen einige doch ziemlich gewagte Outfits. Etwa wie kurze Hosen Bauchfrei! Alle warteten auf den Sommer. Der auch langsam näher kam. So Ungeduldig. So lange die Menschheit existierte wechselten die Jahreszeiten in schöner Regelmäßigkeit. Oder war schon je ein Jahr vorbeigegangen ohne den Jahreswechseln. Und auch dieses Jahr wurden die Tage wieder länger. Die Erde kam der Sonne wieder näher. Erwärmte sich. Genauso, wie sie sich beizeiten auch wieder abkühlen würde und die Tage wieder länger würden.

Ich meiner woher kam diese Ungeduld?

Vor einem Halben Jahr bekam ich nach erfolgreicher Ausbildung zum Bankkaufmann eine neue Anstellung und nach einigen großen Veränderungen bekam mein Leben zum ersten mal wieder so etwas wie wirkliche Routine.

Und nichts deutete darauf hin das sich an diesem Tag daran etwas ändern würde.

Ich kam von einem so normalen langweiligen Arbeitstag wie es nur möglich sein kann. Schlenderte die Straße entlang und tat was ich mittlerweile am liebsten tat. Menschen beobachten. Es ist schon erstaunlich, was für Eigenheiten manche Menschen haben. Erstaunlich, belustigend und auch erschreckend. Manchmal fast schon krankhaft! Wie diese Dame die alle paar Schritte in ihre Handtasche sah und irgend etwas suchte. Oder dieser junge Kerl der sich gefühlte dreißig mal pro Minute durch die Haare strich nachdem er sie mit einem Kopf Zucken zur Seite warf. Die hübsche junge Frau die dauernd fast in jeden hinein lief, weil sie sich immer wieder in den Schaufenstern betrachtete. Um dann anschließend stehen zu bleiben und irgend etwas imaginäres wieder zu richten. Dabei sah sie die ganze Zeit vollkommen gleich aus.

In meiner Ausbildung lernte man die Eigenheiten der Menschen zu beachten. So kam ich zu diesem Hobby. Natürlich dient dies in der Ausbildung nur dem Zweck auch etwas über die Angewohnheiten zu lernen die einem verrieten was in dem Gegenüber gerade vorging, und wie wir dieses Wissen nutzen konnten um die Produkte der Bank zu verkaufen. Anfangs fand ich das sehr bedenklich und schwer. Doch es gehört nun einmal dazu, und man tut ja niemandem weh!

Manchmal fragte ich mich, wie manche unfallfrei von A nach B kamen. Aber sie taten es.

Dann war da noch dieses junge Pärchen das ich einmal im Winter beim Weihnachtsbaum einkaufen beobachtet habe. Ich saß in der Bank und machte die Ablage mit freier Sicht zum Tannenbaumverkauf. Vier Stunden! Ganze vier Stunden haben die beiden gebraucht um sich einen Weihnachtsbaum auszusuchen. 4 Stunden! „Was machen die eigentlich,“ dachte ich noch. „Wenn die mal eine wirklich wichtige Entscheidung treffen müssen?“

Heute liefen die Menschen Links und rechts an mir vorbei und flossen wie Wasser um mich herum. Es herrschte also die alltägliche vollkommen normale Hetze.

So blieben immer nur kurze Eindrücke. Etwa die Klamotten, Haare, oder Haltung und Gang, die Brille, Kopfhörer. Nicht viel also. Aber unser Gehirn arbeitet ja immer und ich werde mir sicher meine Gedanken dazu gemacht haben. An einen Gedanken kann ich mich aber noch genau erinnern.

Komisch“ dachte ich

aber genau dies ist das einzige was mich mit dieser Welt verbindet. Mit der mich umgebenden Welt. Denn dadurch habe ich das Gefühl alles richtig zu machen, wenn es doch allen anderen auch so ergeht? Alle anderen es genauso machen. Was soll dann daran falsch sein?“

So macht es die eigene Situation auch leichter. Selbst wenn man sich die Frage nach dem Sinn stellt, hat man so weniger das Gefühl das dass eigene Leben an einem vorbeigleitet. Es machen doch alle gleich! Dann war das offensichtlich der Sinn des Lebens!

Da fragt man sich nicht, was soll ich tun! Und so fügt man sich leichter. Und mit jedem Schritt kam ich ihm näher.

Luke Elljot

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Über Luke Elljot - Autor

Bei Beginn des Blogs 2015 war ich um jetzt genau zu sein 53. Ich möchte so über meine persönlichen guten Erfahrungen auf dem Gebiet der Gedankenkraft informieren. Inclusive den natürlichen Rückschlägen. Dazu habe ich auch ein Buch geschrieben: Lutz Jacobs, Gesundheit und Spiritualität. ISBN: 978-3 8442-3669-9 erhältlich beim epubli Verlag. http://www.epubli.de
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